Die Super-Brenner kommen

Schneller geht's nicht: Neue DVD- Brenner

Mehr Tempo: 12- und 16fach-Brenner

Derzeit lösen DVD-Brenner mit 8facher Brenngeschwindigkeit 4fach-Brenner ab - und schon stehen die nächsten Geräte in den Startlöchern: Wem das Brennen mit 8facher Geschwindigkeit zu langsam ist, der kann bald mit bis zu 16facher Geschwindigkeit Daten archivieren: Plextor, LG und Pioneer haben zur CeBIT 12fach-Brenner angekündigt, Waitec, Sony und Philips wollen sogar einen 16fach-Brenner präsentieren. Einziger Makel: Die dafür notwendigen Rohlinge lassen noch auf sich warten

12x-Brenner: Der Plextor PX 712 schreibt 8x-DVD+R-Medien mit 12facher Geschwindigkeit. Bei Minus-Rohlingen ist nur eine 8fache Schreibgeschwindigkeit möglich. Plus- und Minus-RWs können mit 4facher Geschwindigkeit beschrieben werden. Das Gerät soll 210 Euro kosten

16x-DVD-Brenner: Der Philips DVDRW1640 soll DVDs mit 16facher Geschwindigkeit brennen können. Ab Juli soll das Gerät zu einem Preis von 200 Euro verkauft werden

 

Der taiwanesische Hersteller Waitec stellt einen 16x-DVD-Brenner vor. Das Gerät, das im Sommer auf den Markt kommen soll, wird es in zwei Varianten geben: als "Action 16" zum Einbau in den PC und als externe Version mit USB 2.0-Anschluss ("Action 16EX"). Beide Modelle sollen DVDs mit bis zu 16facher Geschwindigkeit brennen - allerdings nur im DVD+R-Format. DVD+RWs und DVD-Rs brennt das Gerät laut Hersteller mit 8fachem Tempo, DVD-RWs mit nur 4facher Geschwindigkeit.

Das neue Dual-Layer-Format "DVD+R9"

Die neuen DVD-Brenner speichern doppelt so viel wie bisher und erreichen wahre Höchstgeschwindigkeiten

Das Geschäft mit DVD-Brennern läuft auf Hochtouren: Nachdem im vergangenen Jahr Multiformat-Brenner für hohe Absatzzahlen gesorgt haben, wird nun das Tempo angezogen: Einige Hersteller stellen auf der CeBIT 12- und 16fach-DVD-Brenner vor. Doch damit nicht genug: Sony und Philips präsentieren so genannte Dual-Layer-Brenner. Damit lassen sich bis zu 8,5 Gigabyte Daten auf eine Scheibe bannen. Die Hersteller haben auch einige neue DVD-Rekorder in petto. Hier werden sie Ihnen vorgestellt.

Dual-Layer-Brenner: 8,5 Gigabyte Daten auf einer DVD

Filmfans haben besonderen Grund zur Freude: Sony und Philips stellen die ersten Dual-Layer-DVD-Brenner vor, die Rohlinge mit doppelter Kapazität beschreiben. Bisher können aktuelle DVD-Brenner lediglich einlagige DVD-Rohlinge beschreiben. Deren Speicherkapazität ist auf 4,7 Gigabyte beschränkt. Mit Dual-Layer-Brennern lassen sich zweilagige Scheiben im "DVD+R9"-Format beschreiben. Sie sollen zur normalen DVD-9 kompatibel sein und sich in jedem handelsüblichen DVD-Player abspielen lassen. Etwa 8,5 Gigabyte Daten passen so auf einen Rohling - und endlich auch lange Spielfilme

Dual-Layer-Brenner von Sony: Das Laufwerk gibt es in zwei Varianten: zum Einbau in den PC (DRU-700A) und als externes Laufwerk (DRX-700UL). Beide beschreiben Rohlinge vom Typ DVD+R DL mit 2,4-facher Geschwindigkeit. Konventionelle DVD+R/DVD-R-Rohlinge können dagegen mit 8facher, DVD+RW/DVD-RW-Rohlinge mit 4facher Geschwindigkeit beschrieben werden. Die interne Variante soll etwa 200 Euro, die externe rund 300 Euro kosten. Beide Brenner sollen ab Mai erhältlich sein

Dual-Layer-Brenner: Der Philips DVDRW 885K schreibt DVD+R-Rohlinge mit einer doppelten Speicherschicht. Diese so genannten "Dual-Layer"-DVDs speichern bis zu 8,5 GB Daten. Die erste Schicht schreibt der Brenner mit 8facher, die zweite mit 2,4-facher Geschwindigkeit. Lesen kann das Gerät mit 12facher Geschwindigkeit. Der DVDRW 885 K soll ab April für 170 Euro zu haben sein.

Die DVD+R9 ist die weltweit erste aufnehmbare Doppel-Schicht-DVD (Dual-Layer) und ist mit DVD-ROM und DVD-Video kompatibel. Sie bietet eine Speicherkapazität von 8,5 Gigabyte - das entspricht rund vier Stunden DVD-Videoqualität oder 16 Stunden Video im VHS Format. Da beide Speicher-Schichten von einer Seite gelesen und geschrieben werden können, muss die DVD weder beim Brennen, noch bei der Wiedergabe umgedreht werden.

Grafische Darstellung eines DVD+R9 Mediums: Eine Kunststoff-Beschichtung dient als Schutz für die darüber liegende Dye-Schicht (L0) - eine dünne, organische Farbschicht in der Daten gespeichert werden können. Darüber wird eine halbdurchsichtige Metallschicht aufgedampft, gefolgt von einer weiteren Schicht, die als Abstandshalter dient. Darüber befindet sich die zweite Dye-Schicht (L1) und eine refektierende Metallschicht. Mit Hilfe eines fokussierten Laserstrahls lassen sich die einzelnen Schichten beschreiben.

Alle DVD+ Formate, auch das neue DVD+R9-Format, sind kompatibel zu bestehenden DVD-Video und DVD-ROM-Spielern. Die erste Brenner-Generation soll ab 2004 in den Handel kommen

Die DVD-Formate PLUS oder MINUS - Das ist immer die große Frage ????

Die DVD-Formate PLUS und MINUS

Lediglich für drei Anwendungen herrscht bereits Klarheit über Spezifikationen und Formate: DVD-Video für Spielfilme, DVD-ROM für Computerdaten und DVD-Audio für Musik. Welches Format jedoch bei einfachen und wiederbeschreibbaren Video-DVDs das Rennen macht, ist derzeit noch unklar. Im Wettbewerb um die Gunst der Käufer stehen bei den DVDs das PLUS (+) und das MINUS (-) Format. Beide bieten eine Speicherkapazität von 4,7 Gigabyte

Das MINUS-Format: DVD-R(W)

Dieses Format wurde ursprünglich von Pioneer entwickelt und wird von Firmen wie Kenwood, Misubishi, Hitachi, Sharp und JVC unterstützt. Der Nachteil dieses Formats gegenüber dem PLUS-Format besteht darin, dass zu einem bereits aufgezeichneten Video keine weiteren Filmsequenzen hinzugefügt werden können. Bei MINUS-DVDs werden bei der herstellung Sektoradressen für den späteren Brennvorgang eingeprägt. Diese sorgen für eine genauere Positionierung des Lasers beim Brennen. Während eine DVD-R nur einmal gebrannt werden kann, lässt sich eine DVD-RW laut Spezifikation bis zu 1000 mal löschen und wieder beschreiben

Das PLUS-Format: DVD+R(W)

Dieses Format wurde ursprünglich von Philips entwickelt und wird von Firmen wie Sony, Microsoft, Dell, Yamaha, Hewlett-Packard, Ricoh, Memorex und Thomson unterstützt. PLUS-Format-DVDs haben den Vorteil, dass ihre vorgepresste Spur neben einer Spurführung (Wobbel-Frequenz) noch ein weiteres Signal enthält, das eine sehr exakte Laser-Positionierung möglich macht. Dadurch können an ein gebranntes Video problemlos weitere Video-Sequenzen angehängt werden. Ein weiterer Vorteil: Durch die genauere Positionierung des Lasers lassen sich leichter hohe Brenngeschwindigkeiten erreichen. Während eine DVD+R nur einmal gebrannt werden kann, lässt sich eine DVD+RW laut Spezifikation bis zu 1000 mal löschen und wieder beschreiben

Die DVD-Formate PLUS und MINUS

In Punkto Unterstützung durch DVD-Player hat weder DVD-PLUS noch DVD-MINUS einen Vorteil zu bieten: Rund 95 Prozent aller aktuellen Geräte unterstützen beide Formate - sowohl bei einfach, als auch wieder beschreibbaren Medien.

Bislang keine Entscheidung in der Format-Frage
Auch wenn das DVD-PLUS-Format technologisch die Nase einige Millimeter weiter vorne hat, so ist dennoch unklar, ob sich PLUS am Ende durchsetzt. Diese Tatsache hat zu einer Verunsicherung der Käufer geführt - wer möchte schon gern riskieren auf das falsche Pferd zu setzen. Die Folge: DVD-Brenner, die in der Lage sind sowohl DVD-MINUS, als auch DVD-PLUS zu brennen, finden jetzt reißenden Absatz - und kosten nur unwesentlich mehr. Letztlich wird sich wohl das Format duchsetzten, für das es die günstigsten Rohlinge am Markt gibt.

DVD Hersteller

- Benq DVD-R
- Emtec DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- Fujifilm DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- Hispace DVD-R, DVD+R, DVD+RW
- Imation DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- Intenso DVD-RW, DVD-R, DVD+RW
- Maxell DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- Memorex DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- Mmore DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- Philips DVD+R, DVD+RW
- Princo DVD-R, DVD-RW
- Ritek DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- SKC DVD-R, DVD-RW
- Sony DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- TDK DVD-R, DVD-R Scratchproof, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- Traxdata DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW
- Verbatim DVD-R, DVD-RW, DVD+R, DVD+RW

Nachfolger der DVD, ist die DVD

Blu-rayDisc

Während eine Entscheidung in der "PLUS-oder-MINUS"-Frage noch immer aussteht, beginnt sich schon die Nachfolge abzuzeichnen: "Blu-ray" (in Anlehnung an den eingesetzten blau-violetten Laserstahl) soll laut Spezifikation bis zu 27 Gigabyte auf einer einzigen Seite speichern können. Das Format wird von neun Firmen (Philips, Sony, Sharp, Samsung, Hitachi, Pioneer, Matsushita, Thomson und LG Electronics) unterstützt. Die Blu-ray-Scheibe ist jedoch nicht abwärts kompatibel, das heißt, erst mit dem Einbau eines zweiten Lasers könnten die Rekorder auch aktuelle DVDs "verstehen". Blue ray ist ohnehin für den professionellen Speicherbedarf gedacht. Das stärkste Konkurrenzformat "Advanced Optical Disc" wurde im Sommer 2003 vom DVD-Foru

High Density DVD: 20 Gigabyte auf einer Scheibe

High Density DVD (HD DVD) bildet den direkten Konkurrenten für die Blue-ray-Disc. Sie fasst bis zu 20 Gigabyte auf einer Scheibe. Die HD DVD ist der DVD sehr ähnlich. Nach Angaben der Hersteller ist HD DVD-Disc besser mit den jetzigen Scheiben kompatibel. Auch bei HD DVD wird blaues statt rotes Laserlicht verwendet. Vorteil: Das blaue Laserlicht hat eine deutlich kürzere Wellenlänge. Deshalb lässt es sich mit optischen Linsen besser bündeln und Informationen können dichter geschrieben werden. So finden mehr Daten auf einem HD DVD Medium Platz. Das DVD-Forum hat im Dezember 2003 einen Standard für die HD DVD verabschiedet. Die Empfehlung sieht vor, dass eine HD DVD, die nicht wiederbeschreibbar ist, bis zu 30 Gigabyte speichern kann. Die wiederbeschreibbaren HD DVDs sollen nach einem Vorschlag von Toshiba und NEC auf einer Seite des Mediums 20 Gigabyte Speicherkapazität bieten.

Blu-ray: Der erste Blu-ray-Brenner "BDZ-S77" von Sony soll am 10. April in Japan in den Handel kommen. Als Preis nennt der Hersteller 450.000 Yen. Dies entspricht umgerechnet ungefähr 3540 Euro. Er nimmt auf Scheiben mit bis zu 23 Gigabyte Kapazität auf. Die ersten Blu-Ray-Discs werden eine Kapazität von 23 Gigabyte bieten und 3500 Yen (etwa 28 Euro) kosten

HD DVD: NEC stellt einen Laufwerks-Prototypen vor. Ende 2005 soll er für rund 300 Euro auf den Markt kommen. Das PC-Laufwerk soll einen blauen und einen roten Laser besitzen und neben CDs und DVDs auch HD DVDs abspielen und brennen können

Rekorder von Panasonic mit 50 Gigabyte Speicherkapazität

Rekorder von Panasonic mit 50 Gigabyte Speicherkapazität
Sowohl BD-DVD als auch HD DVD verwenden blaues statt rotes Laserlicht. Vorteil: Das blaue Laserlicht hat eine deutlich kürzere Wellenlänge. Deshalb lässt es sich mit optischen Linsen besser bündeln und Informationen können dichter geschrieben werden. So finden mehr Daten auf einem HD DVD-Medium Platz. NEC (Halle 2, Stand B10) hat für die CeBIT einen Prototyp angekündigt. Panasonic will im August japanische Wohnzimmer erobern: Der Hersteller bringt einen BD-Rekorder auf den Markt, der zweilagige Medien mit 46 und 50 Gigabyte Speicherkapazität beschreiben kann. Ende 2005 soll das Gerät in Europa auf den Markt kommen.

Blu-ray-Disc-Recorder mit 50 GByte

Als erster Hersteller hat Panasonic einen Blu-ray-Disc-Recorder fertig gestellt, der bereits zweilagige Medien mit 46 und 50 GByte Speicherkapazität beschreiben kann. Das Standalone-Gerät fürs Wohnzimmer soll in Japan bereits im August 2004 auf den Markt kommen, für Europa peilt Panasonic Ende 2005 als Starttermin an. Einen Preis nannte das Unternehmen noch nicht, man wolle aber günstiger als der Konkurrent Sony bleiben. Zusätzlich ist auch ein externes PC-Laufwerk geplant, von dem auf dem Stand (Halle 2, Stand 6c2) allerdings nur ein Dummy ausgestellt.

Das Prinzip der zweilagigen Blu-ray Disc (BD) funktioniert ähnlich wie bei der Double-Layer-DVD. Hinter dem ersten Aufnahmelayer befindet sich eine halbdurchlässige Reflexionsschicht, die 50 % des Laserlichtes passieren lässt. Der Abstandshalter zwischen beiden Schichten Lo und L1 ist nur 25 µm dick (bei der DVD+R9 beträgt er 50 µm). Während die einlagige Blu-ray Disc mit Kapazitäten zwischen 23,3 und 27 GByte eine 0,1 mm dicke Schutzschicht hat, ist sie bei der zweilagigen BD nur 0,075 mm dick. Da die Discs sehr empfindlich gegenüber Fingerabdrücken und Kratzern sind, werden die BDs zunächst noch von einer Cartridge geschützt. Panasonic arbeitet aber bereits an Hard-Coating-Verfahren, die die nackten Scheiben sehr robust machen und somit eine Cartridge überflüssig machen sollen. Besonders die Filmindustrie ist wegen der günstigeren Produktionskosten sehr an den nackten BDs interessiert.

Da man bei der BD den Laser sehr genau fokussieren kann, sind Multi-Layer-Ausführungen recht einfach zu realisieren. Derzeit sind bereits vierlagige Medien mit einer Kapazität von 100 GByte angedacht. Die unterschiedlichen Kapazitäten von 23,3, 25 und 27 GByte pro Layer werden übrigens durch kürzere Brandmarkierungen realisiert -- die Spurweite bleibt gleich. Die Varianten für 23,3 und 25 GByte sind einfacher zu produzieren und wurden besonders im Hinblick auf eine günstige Massenproduktion mit in die Spezifikationen aufgenommen.

Panasonic speichert 50 GByte auf eine zweilagige Blu-ray Disc.

Na ja, ich bin gespannt wie es weiter geht?