Bill Gates fordert eMail-Porto

Eine kuriose Idee des weltweit größten Software-Anbieters sorgt für Aufsehen: Geht es nach dem Willen von Microsoft, soll jeder PC beim Versand einer eMail künftig zehn Sekunden lang künstlich blockiert werden. Der sendende PC erhielte dann eine mathematische Aufgabe, die den Rechner in etwa diesen Zeitraum beschäftigen würde.

Kampf gegen Spam
Mit dieser Zwangspause will Microsoft der Flut von Werbe-Mails (Spam) entgegentreten. Bei Werbe-eMails handelt es sich meist um Massensendungen; die Botschaften werden zehntausendfach verschickt. Indem für jede einzelne eMail eine Zwangspause fällig würde, könnten solche Massensendung extrem erschwert werden. Bereits seit 2001 arbeiten Entwickler des Konzerns an einer Lösung für das eMail-Porto. Bisher konnten die Werbenachrichten äußerst billig verschickt werden, den Großteil der Traffic-Kosten trugen Provider und Empfänger.

Mails nur noch mit Bestätigung
Vor einigen Wochen hat Microsoft vorgeschlagen, das eMail-Protokoll SMTP zu ändern. Demnach sollen eMails nur noch dann direkt zugestellt werden, wenn der Empfänger den Absender in der Kontaktliste seines eMail-Clients eingetragen hat. Sind sich die Kommunikationspartner unbekannt, geht die Nachricht zurück an den Absender, der den Versand erneut bestätigen muss. Erst dann wird eine Mitteilung im Postfach des Empfängers landen.

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Höherer Aufwand für User
Für eMail-Nutzer bedeute diese Methode, die nach der berühmten englischen Briefmarke "Penny Black" benannt ist, einen geringen zeitlichen Mehraufwand, der durch die Zeitersparnis der Störungen durch Spam aufgewogen werde. Die Penny Black dient den Entwicklern als Namensgeberin, da mit der 1840 eingeführten Briefmarke die Portokosten für Briefe erstmals vom Absender gezahlt werden mussten. Vorher war es Aufgabe des Empfängers, den Boten für die Zustellung zu entlohnen.

 

Werbemails laufen ins Leere
Für den Spammer würde die Methode gleich zwei deutliche Nachteile mit sich bringen. Mit einer gefälschten eMail-Adresse, heute eine beliebte Methode zur Verschleierung des Absenders, würde keine Werbenachricht die Nutzer erreichen, da der Absender die Bestätigungsanfrage nicht erhält. Zusätzlich müssten die Massenmailer jeden Versand der Millionen Mitteilungen bestätigen. Dies erfordert ein entsprechendes teures System, dass diese Aufgabe automatisiert erfüllen kann.

So schützen Sie sich gegen Spam
Unerwünschte Werbemails sind eine Plage: Der durchschnittliche Nutzer erhielt im vergangenen Jahr 2200 solcher Schreiben, schätzen die Markforscher von Ferris Research. Wir zeigen, wie Sie sich gegen die Flut wirksam schützen.

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Programme zur Spambeseitigung
Ein weiteres Mittel, um wirksam gegen Spam vorzugehen, ist der Einsatz von Software wie dem kostenlosen Programm "Spamihilator". Es überprüft eMails beim Herunterladen vom Server und filtert unerwünschte Werbenachrichten heraus. Eine professionelle Lösung bietet Steganos Mail Cleanup.